Der Bulle von Tölz

Ein regelrechter Klassiker unter den deutschen Krimiserien ist Der Bulle von Tölz. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie von 1995 bis 2009 ausgestrahlt. In Auftrag gegeben wurde sie vom Privatsender SAT 1, der sie auch zum Großteil zeigte. Des Weiteren wurde der Krimi-Klassiker nicht nur im deutschen Fernsehen, sondern auch im Österreichischen Rundfunk (ORF) ausgestrahlt.

Die Figur des Hauptkommissars Benno Berghammer wurde von Ottfried Fischer verkörpert. Nachdem die Schauspielerin Ruth Drexel, die Resi Berghammer, die Mutter des Kommissars, gespielt hatte, im Februar 2009 verstorben war, wurde die Produktion der Serie eingestellt. Der Bulle von Tölz spielte in der namensgebenden Kreisstadt in Oberbayern. Inhalte der Episoden waren neben den klassischen Kriminalfällen auch die Besonderheiten der Hauptfiguren sowie deren Beziehungen zueinander.

Handlung und Hauptrolle

In der oberbayerischen Kleinstadt Bad Tölz lebt der stattliche Hauptkommissar Benno Berghammer mit seiner Mutter Resi zusammen in einer Pension. Frau Berghammer legt stets ein dominantes Verhalten ihrem Sohn gegenüber an den Tag. Die Beziehung zwischen den beiden Charakteren ist ein Running Gag der Serie. Der Kommissar ist politisch interessiert, was sich häufig durch Kritik an den politischen Machtverhältnissen in Bayern äußert. Besonders im Mittelpunkt stehen dabei häufig sogenannte Amigo-Verhältnisse, die angeblich lokale CSU-Größen haben sollen. Die Partei selbst wird dabei jedoch nie beim Namen genannt, sondern lediglich als Bayerische Einheitspartei bezeichnet. Die etablierte Macht der Partei und die damit entstehende Vorherrschaft wird von Hauptkommissar Berghammer ebenfalls häufig kritisiert, wobei er selbst an einer Änderung der Lage kein wirkliches Interesse hat. Darüber hinaus ist die katholische Kirche ebenfalls häufig Teil seiner Kritik.

Aufgrund der Tatsache, dass Berghammer in Bad Tölz geboren ist, ist der Kommissar sehr tief mit der Kleinstadt verwurzelt. Dies zahlt sich sich regelmäßig in Ermittlungen aus, da er beispielsweise viele Mitarbeiter von Behörden aus frühen Schulzeiten kennt und daher hin und wieder an wertvolle Insiderinformationen kommt.